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Protokoll

Plenumssitzung #10

vom 08. April 2016

1. Begrüßung, Moderation und Bestimmung der Protokollführung

Leonie Glahn-Ejikeme begrüßt die Anwesenden und übernimmt die Moderation.

Das Protokoll schreibt Bettina Burkhardt.

2. Protokoll vom 12. Februar 2016

Korrektur zu Protokoll #09, 4. Aktuelles: Es handelte sich um einen weiteren Aufbaukurs, der aus Spenden finanziert werden soll und nicht um einen Anfängerkurs. Anm. 1

3. Berichte aus den Arbeitskreisen

Arbeitskreis: Sprachkurse / Dialoggruppe

Frau Theilen berichtet: Der Aufbaukurs startete am 4. April; es waren 27 Teilnehmende auf der Liste, aber es kamen 35 Personen. Das sind zu viele. In der kommenden Woche soll eine Aufteilung vorgenommen werden. Eventuell soll ein weiterer Kurs stattfinden. Die Finanzierung aus Spendenmitteln der Flüchtlingshilfe wäre kein Problem.

Kinderbetreuung während des Sprachkurses: Zu den Zeiten der Sprachkurse (montags, mittwochs, und donnerstags (Korrektur: vorher fälschlicherweise freitags) jeweils von 13.30 bis 17.00 Uhr) fehlen ehrenamtliche Betreuungspersonen. Interessenten melden sich bitte bei der AIBP unter der Telefonnummer 05281 608297.

Dialoggruppen: Es gibt zurzeit fünf Dozenten. Montags kommen ca. 15 Teilnehmende zu dem Angebot. Die Kinderbetreuung durch Realschülerinnen unter der Anleitung von Frau Lübbert läuft gut.

Ansprechperson für den Arbeitskreis Sprachkurse / Dialoggruppe ist Gülseren Aybay ().

Arbeitskreis: Café Willkommen

Das Café läuft gut, aber es werden mehr ehrenamtliche HelferInnen gebraucht. Denn Aktionen können leider nicht, wie eigentlich vorgesehen geplant werden.

Ansprechperson für den Arbeitskreis Café Willkommen ist Renate Gröger ().

Arbeitskreis: Finanzen

Die Stadtsparkasse Bad Pyrmont hat die Finanzierung eines Aufbausprachkurses durch die Stiftung angeboten. Ein dementsprechender Antrag an die Sparkassenstiftung wurde gestellt.

Auch ein Kurs für Integrationslotsen könnte gefördert werden, aber es gibt wohl auch andere Fördermittel dafür (Info: Frau Jösten/Herr Sievers). Laut Frau Aybay gibt es bereits 12 Interessenten für den Kurs; bis zu 16 Personen könnten an dem Kurs teilnehmen. Werbung dafür ist erwünscht.

Ansprechperson für den Arbeitskreis Finanzen ist Ralf Gehring ().

Arbeitskreis: Medien

Die Öffentlichkeitsarbeit kann über die Printmedien (Herrn Titze) und die Homepage der Flüchtlingshilfe geschehen. Dafür wird Info gewünscht. In Kürze wird ein Artikel (setzt Dewezet-Abo voraus) über angemietete Wohnungen für Flüchtlinge durch den Landkreis erscheinen, die zur Zeit nicht gebraucht werden.

Ansprechpersonen für den Arbeitskreis Medien sind Klaus Titze (05281 1608444) und Marcel Hinz ().

(Arbeitskreis:) Fahrradwerkstatt

Gerne soll das Angebot einer "Fahrradwerkstatt" nochmal angeboten werden. Bisher gab es das einmal. Ob die Werkstatt dann regelmäßig stattfinden wird, ist unklar. Die Kommunikation zwischen den Beteiligten muss noch verbessert werden. Der Rotary Club will diese Arbeit unterstützen. Heinz-Hermann Blome wird bei der anstehenden Fundsachenversteigerung der Stadt weitere Räder für Flüchtlinge erwerben. Die Räder sollen dann kostenlos an die Flüchtlinge abgegeben werden.

Ansprechperson für den Arbeitskreis Fahrradwerkstatt ist Horst Gärtner ().

(Arbeitskreis:) Gartenbauprojekt

Die Idee ist da, aber es werden Ehrenamtliche gesucht, die sich für die Umsetzung einsetzen und auch praktisch mitarbeiten. Es gibt in mehreren Städten solche Projekte (Osnabrück, Minden, Göttingen). Jemand mit Kenntnissen über Gartenarbeit und Lust an einem solchen integrativen Projekt wird gesucht.

Idee: Fahrt nach Minden, um sich das dortige Projekt anzusehen.

Laut Herrn Bartels würde das Staatsbad ein geeignetes Gelände zur Verfügung stellen, ohne die praktischen Mitarbeiter. Auf der Homepage und in der Zeitung soll für das Projekt geworben werden.

Vorschlag von Frau Jösten: Eine Vorstellung des Projekts könnte in verschiedene Sprachen übersetzt werden und bei der Stadt ausgehängt werden. Frau Gröger will den vorhandenen Text kürzen.

4. Aktuelle Situation der Flüchtlinge in Bad Pyrmont

Frau Jösten berichtet: Zur Zeit sind 340 Asylbewerber in Bad Pyrmont. Die Quote bis Ende Juli ist zurzeit übererfüllt. Die Wohnsituation hat sich sehr gut entwickelt. Momentan gibt es einige angemietete Wohnungen, die nicht belegt sind, jedoch noch vorgehalten werden sollen. Derzeit verwaltet die Stadt ca. 100 Wohnungen. Das Schwesterwohnheim ist fertig, aber es fehlt noch eine Fluchttreppe. Zurzeit gibt es aber sowieso keinen Bedarf, das Wohnheim zu belegen.

Elf Familien sind bisher in den Balkan zurückgekehrt.

Die Anerkennung läuft langsam, aber immerhin werden jetzt die Anträge bearbeitet. Ob Flüchtlinge eine Arbeitserlaubnis haben, kann man ihren Papieren entnehmen.

Ansprechpartnerinnen für die Flüchtlingsarbeit im Rathaus sind Frau Zöllner () und Frau Eilert ().

5. Fest der Vielfalt

Die Flüchtlingshilfe hat einen Stand in der Nachbarschaft des Fair-trade-Standes der Realschule (Frau Lübbert).

Aktion: Bettlaken für den Druck von Kinderhänden werden gesucht. Jede AG soll ihre Arbeit auf einem A3-Plakat vorstellen. Ein Flyer soll verteilt werden.

Zeitrahmen: 11.00 -18.00 Uhr Hilfe beim Auf- und Abbau erwünscht. Bitte melden bei Titzes oder Leonie Glahn-Ejikeme.

Probe für ein gemeinsam vorgetragenes Lied beim nächsten Café Willkommen (15.04. um 16.00 Uhr) durch Ronja Malzahn. Standbetreuung: Vorbereitung ebenfalls an dem Tag um 15.30 Uhr im Quäkerhaus.

6. Stadterkundungen für Flüchtlinge und mehr

Herr Dr. Alfter bietet Stadtführungen mit Übersetzern für Flüchtlinge an. Ziel: Die Flüchtlinge sollen die Stadt kennenlernen:

  • 26. April, 15.00 Uhr: Quellenkunde
  • 24. Mai, 15.00 Uhr: Schloss Bad Pyrmont
  • 07. Juni, 15.00 Uhr: Bombergallee / Spelunkenturm

Übersetzungen in Dari, Farsi und evtl. arabisch sind erwünscht.

Herr Dr. Alfter möchte im Vorfeld die Übersetzer kennenlernen und ihnen die Führungen vorstellen.

Idee Heinz-Hermann Blome: Man könnte auch Industrie- und Gewerbeerkundungen machen. Kontakte zwischen potentiellen Arbeitgebern und Flüchtlingen könnten hergestellt werden. Der Rotary Club würde sich hier gern einbringen. In diesem Zusammenhang könnte auch über die Themen Beruf und Existenzgründung gesprochen werden.

7. Anliegen Luka Radak Anm. 2

Frau Glahn berichtet: Dieser 17-Jährige sollte die Möglichkeit bekommen, hier seinen Berufsabschluss zu machen. Er ist gut integriert und absolviert das BVJ in Hameln. Außerdem wurde er bereits deutscher Meister beim Shaolin Kempo Karate im Sommer 2015. Seine Schwester, bei der er lebte, reist zurück. Der Asylantrag der Familie wurde abschlägig beschieden.

Luka lebt zur Zeit in einer Jungen-WG der Diakonie. Ehepaar Vogt und andere wollen sich für die Bleibemöglichkeit des Jungen stark machen. Eine Unterschriftenliste wird herumgegeben.

8. Verschiedenes

Frau Burkhardt: Der interreligiöse Arbeitskreis und der ökumenische Arbeitskreis der Kirchen möchten ein interreligiöses Friedensgebet mit Beteiligung von Flüchtlingen veranstalten. Ein Termin wird noch bekanntgegeben. Einladungen sollen übersetzt werden und an die Flüchtlinge gehen.

Termine:

  • 30. April, 19.30 bis 20.30 Uhr: Frauenschwimmen im Hallenbad (Einlass ab 19:15 Uhr)
  • 24. Mai, 10.00 Uhr: Internationales Frauenfrühstück im Pfarrheim St. Georg mit Modenschau

Herr Titze berichtet: In Hameln fand das zweite Treffen des "Runden Tisches Flüchtlingsarbeit" statt, aber es war keiner von uns eingeladen. Herr Titze will dafür sorgen, dass das Netzwerk Flüchtlingshilfe in den Verteiler kommt.

9. Vorstellung der neuen Mitarbeiterinnen für die Koordinierung der ehrenamtlichen Arbeit mit Flüchtlingen

Frau Ben Toumine und Frau Baldewein-Schulze stellen sich vor. Sie sind ab sofort bei der AIBP erreichbar (Tel.: 05281 608297) und zuständig für die Betreuung der Integrationslotsen und der Dialoggruppe. Sie müssen sich allerdings jetzt erstmal einarbeiten.

Termin des nächsten Plenums

Das nächste Plenum findet statt am Freitag, 27. Mai 2016 um 16.00 Uhr im Quäkerhaus.

Anmerkungen

1 Korrektur Protokoll #09:

Der Fehler wurde in der PDF-Datei und Online-Version korrigiert.

2 Weitere Informationen zu Luka:

Luka hatte sich als 15-Jähriger entschlossen, gemeinsam mit seiner Schwester und deren Ehemann die Flucht nach Deutschland anzutreten, um der Gewalttätigkeit seines Vaters zu entkommen. Er kämpft gegen das Trauma seiner Kindheit, da die Mutter, bei der er in Montenegro wohnte, im Juni 2013 verstorben ist.
Er hat inzwischen nicht nur die deutsche Sprache gelernt, sondern besucht nach Einstieg in der Herderschule Bad Pyrmont nun das BVJ (Eugen-Reintjes-Schule) in Hameln. Er strebt eine Berufsausbildung im KFZ-Bereich an. Besonders gerne und mit hohem Engagement hat er es im TuS Bad Pyrmont und mit kurzem Training bereits im Sommer 2015 zum "Deutschen Meister im Shaolin-Kempo-Karate" gebracht und wurde vom Bürgermeister der Stadt Bad Pyrmont geehrt.